Eröffnungsrede

Die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin,
Sigrid Klebba, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg eröffnet die
Tagung im Namen der Träger der jugendpolitischen Initiative „jugendnetz-berlin.de

Liebe Mitglieder der LAG Medienarbeit Berlin, sehr geehrte Referenten, sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung,

im Namen der Träger unseres Berliner Landesprogramms ‚jugendnetz-berlin.de’ heiße ich Sie herzlich willkommen und überbringe Ihnen die Grüße des Schirmherrn der Tagung, dem Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, der der Tagung einen vollen Erfolg wünscht.

Ein ganz besonders Dankeschön an Tanya d’Agostino und Bernd Dörr für ihren Einsatz von der Idee bis zur Durchführung dieser Tagung. Neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Landesarbeitsgemeinschaft Medienarbeit e.V. Berlin arbeiten sie sehr engagiert als Leiterin bzw. Leiter des Medienkompetenzzentrums Steglitz-Zehlendorf bzw. Charlottenburg-Wilmersdorf im Landesprogramm jugendnetz-berlin.de.

Meinen Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer bei der Organisation und Gestaltung der heutigen Tagung und natürlich an den Gastgeber, das Jugendkulturzentrum Pumpe.

Fast zeitgleich startet heute im Nachbarbezirk das 17. Jugendmedienfestival Berlin, zu dem 400 Beiträge aus 21 Ländern eingereicht wurden und am Donnerstag findet eine Podiumsdiskussion über Chancen in der Medienwelt statt. Auch fast um die Ecke, im Bezirk Neukölln, findet die Woche der deutschen Sprache statt. Wir sind also in den Medien zu Hause. Der Umgang mit den neuen Medien gehört zu unserer Alltagskultur.

Untersuchungen haben gezeigt, dass zwischen Medienumgang und dem Bildungshintergrund, insbesondere bei Heranwachsenden, eine enge Verbindung besteht. Je höher der Bildungshintergrund, desto kreativer, kompetenter und differenzierter werden die Potentiale und Möglichkeiten des Computers und des Internets genutzt. Seit dem so genannten Web 2.0 produzieren die Internetnutzer eine neue Kultur, sie produzieren eigene Medieninhalte und stellen diese ins Netz, neue selbst organisierte Kommunikationsprozesse entwickeln sich.

Bei der Nutzung der Potentiale des Web 2.0 stehen wir glaube ich, noch am Anfang.Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns damit beschäftigen und die Chancen und Gefahren erkennen und geeignete Strategien dafür entwickeln.

Wenig genutzt werden bisher die Möglichkeiten des computerbasierten Lernens im Internet und die medienbezogenen informellen Lernprozesse von Kindern und Jugendlichen werden nicht oder zu wenig konstruktiv in institutionellen Lernprozessen genutzt. Das sind neue Herausforderungen gerade für uns in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates, Professor Dr. Max Fuchs bezeichnet die Medienkompetenz als alltagstauglichen, zukunftsfähigen und alternativlosen Ansatz. Dem kann ich nur noch ergänzend hinzufügen: Medienkompetenz ist auch die wirksamste Methode des präventiven Kinder- und Jugendmedienschutzes.

Dieser zukunftsfähige und alternativlose Ansatz ist auch das Ziel der jugendpolitischen Initiative „jugendnetz-berlin.de“, die meine Stiftung gemeinsam mit der Senatverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Stiftung Demokratische Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit den Bezirken seit 2001 erfolgreich organisiert.

Erfolgreich deshalb, weil die außerschulische Bildung günstige Voraussetzungen für die Arbeit mit den Medien bietet. Kinder und Jugendliche suchen die Einrichtungen freiwillig aus, der zeitliche Rahmen ist frei bestimmbar, sie sind keinem Leistungsdruck ausgesetzt und die Jugendfreizeit- und –bildungsarbeit kann einen direkten Bezug zu ihren Lebenswelten herstellen.

Erfolgreich deshalb, weil es in Einheit von Förderung aktiver Medienarbeit, der Informations- und Kommunikationsplattform der Berliner Jugendarbeit, der Aus- und Weiterbildung und Fachtagungen und Events gestaltet wird.

Dabei sind die Jugendeinrichtungen in den Berliner Bezirken, die als Medienkompetenzzentren arbeiten, die Grundlage und Struktur des Landesprogramms.

Erfolgreich deshalb, weil es kooperativ angelegt ist und eine vernetzte Struktur der unterschiedlichen Projekte und Initiativen gemeinsam gestaltet wird.

Deshalb freue ich mich darüber, dass heute die LAG Medienarbeit Berlin diese Tagung organisiert hat und neue Denkanstöße geben wird, auch in Umsetzung der „10 Thesen zur Notwendigkeit medienpädagogischer Arbeit im 21. Jahrhundert“, die sie gemeinsam mit der LAG Multimedia Brandenburg zum ‚gemeinsamen’ zehnten Geburtstag im vergangenem Jahr verabschiedet hat.

Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam eine solide Grundlage geschaffen, um Kindern und Jugendlichen in der vorschulischen und der außerschulischen Bildung den kompetenten Medienumgang zu ermöglichen und sind ein gutes Stück nach vorn gekommen bei der Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern, Betreuerinnen und Betreuern und auch den Angeboten für Familien.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier genannt:

– Das Berliner Bildungsprogramm für die vorschulische Bildung;
– das IBM Förderprogramm KidSmart;
– die SMART Board Reise durch die Kitas;
– den Berliner Internetführerschein comp@ss und den für Berliner Familien: family-comp@ss;
– das Weiterbildungsprogramm BITS 21;
– den Eltern-Medien-Trainer;
– die Initiative “steps into future”.

Vielfältige Formen der Zusammenarbeit zwischen Jugendeinrichtungen und Schulen haben sich entwickelt und ich würde mich sehr freuen, wenn wir mit unserem Landesprogramm dafür weitere Impulse geben könnten.

Dies bedarf solcher kreativen und kompetenten Partner wie der LAG Medienarbeit Berlin. Wir haben uns vorgenommen, das Berliner Landesprogramm ‚jugendnetz-berlin.de’ in enger Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern zielstrebig fortzusetzen und streben die weitere Kooperation mit Unternehmen, kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen an.

Ich bin gespannt auf die neuen Impuls für unsere Arbeit aus der heutigen Diskussionen und wünsche uns eine erfolgreich Tagung.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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