Grußwort des Bildungs- und Jugendsenators Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Berlin

Unter der Schirmherrschaft von Bildungs- und Jugendsenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner fand am Mittwoch, den 21. Mai 2008 in Berlin eine Fachtagung unter dem Titel „Datenstreu und Netznomaden: Das Web 2.0 und die Medienpädagogik“ statt. Fachleute aus Jugendarbeit und Schule diskutierten gemeinsam mit Vertretern von Schüler VZ, Chaos Computer Club, Datenschutzbeauftragten, Weiterbildungseinrichtungen und Medienwissenschaftlern über die Möglichkeiten des Web 2.0 und die neuen Anforderungen an die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

„Die zunehmende Virtualisierung von Lebenswelten stellt uns vor die Herausforderung, permanent die Bedingungen und Voraussetzungen zu verbessern, dass Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zum sicheren Umgang mit den neuen Medien entwickeln und sowohl Eltern als auch Pädagoginnen und Pädagogen, Betreuerinnen und Betreuer ihnen dabei helfen können. Erfolgreiches Lernen mit digitalen Medien ist in erster Linie eine Frage der Bildung. In diesem Sinne bin gespannt auf die neuen Denkanstöße der Tagung“ erklärte Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner. Der Senator dankte der LAG Medienarbeit Berlin für ihr Engagement im Landesprogramm „jugendnetz-berlin.de“.

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Mai 23, 2008 at 11:23 am Hinterlasse einen Kommentar

Bericht über den Workshop von Thomas Seidel

Die Erwartungen an den Workshop über das neue Web 2.0 wurden erfüllt:
Teilnehmer aus den Bereichen Jugendbetreuung und –Bildung konnten mit Lernzuwachs und den Neuheiten, die das Web 2.0 vorzuzeigen hat, erfolgreich den Vortrag von Herrn Seidel lauschen.

Die Anwendung im Bereich Bildung und Weiterbildung, unter Einbeziehung wirtschaftlicher Kenntnisse in Form von einem Teilnehmer aus der Wirtschaft, konnten explizit und anschaulich verinnerlicht und verdeutlicht werden. (mehr …)

Mai 21, 2008 at 6:02 pm Hinterlasse einen Kommentar

Web 2.0 – Workshop mit W. Schindler

„Welche Konsequenzen hat der Datenverbleib im Internet für junge Menschen, die sich später für ihre Postings rechtfertigen müssen“

Zusammenfassung des Vortrags und der Thesen Wolfgang Schindler, sowie der Ergebnisse der anschließenden Diskussion

Viele PädagogInnen fühlen sich wie TouristInnen oder MigrantInnen im Web 2.0. Die Medien und Internetkompetenz der jüngeren UserInnen des Internet erschreckt viele Ältere bzw. generiert Respekt seitens der PädagogInnen, LehrerInnen und Eltern gegenüber den als „Eingeborenen“ erscheinenden Jugendlichen, die sich natürlich und intuitiv durch das Web 2.0. bewegen.

Gibt es eine digitale Spaltung in der neuen sozialen Bewegung des Web 2.0.? Und wie stehen Jugendliche in diesem Spannungsfeld von Identitätsbildung einerseits und Gefahr des unwiderruflichen Einschreibens persönlicher Information in die virtuellen Welt? Gehört es nicht dazu als Jugendlicher in einer Community, sei sie real oder digital, auch einmal peinliche Dinge zu tun, sich selbst auszuprobieren, zu übertreiben? Oder sind Texte, Fotos und Chatprotokolle Brandmarken fürs Leben, die später, zum Beispiel in der Situation des Bewerbungsgesprächs negativ auf die/den Betroffene/n zurückfallen? Gibt es eine Kluft zwischen Jung und Alt hinsichtlich der Sensibilisierung des Datenaustauschs und des Umgangs mit persönlichen Daten und Privatssphäre? Sind Ebay, Second Life, My Space, Facebook, Studi- oder Schüler- VZ gefährlich oder etwa bereichernd? Die Frage der Vor- und Nachteils der gegenwärtigen Entwicklungen kann man kontrovers diskutieren. Es ist bestimmt wichtig für Jugendliche sich zu inszenieren, präsentieren und ihren Gefühlen durch verschiedene Möglichkeiten im Web Ausdruck und Ventil zugeben… Chatten gegen Liebeskummer, Fotos austauschen beim online Date. Doch was ist mit Nacktfotos im Web? Kann man diese und ähnliche Entwicklung gar als Liberalisierung sehen?

Interessant wird hier die Rolle der MedienpädagogInnen. (mehr …)

Mai 21, 2008 at 5:38 pm 1 Kommentar

Impressionen

Jeder Workshop wurde von fleißigen Helfern dokumentiert und protokolliert.

Der Fachtag begann mit einem Grußwort von Sigrid Klebba, Bezirksrätin für Jugend, Familie und Sport, Friedrichshain-Kreuzberg, und Vorsitzende des Stiftungsvorstands der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

Die Präsentationen der Workshop-Leiter waren verständlich gegliedert…

… und anschaulich gestaltet.

Auf den Vortrag folgte zumeist eine spannende Diskussion.

Mai 21, 2008 at 5:17 pm Hinterlasse einen Kommentar

Podiumsdiskussion : Medienkompetenz im Web 2.0

Die Podiumsdiskussion zum Thema Medienkompetenz im Web 2.0 ist im vollen Gange.

Podiumsdiskussion Fachtag web 2.0, 21.Mai 2008, Bild 1

Podiumsdiskussion Fachtag web 2.0, 21.Mai 2008, Bild 2

Redner der Podiumsdiskussion sind:

  • Michael Lange (LAG Medienarbeit), Moderation
  • Darius Knießner (Azubi)
  • Sven Mörs (Mitarbeiter beim Berliner Datenschutzbeauftragten)
  • Wolfgang Schindler (Studienzentrum Josefstal)
  • Thomas Seidel (Lehrer)
  • Sascha Neurohr (SchülerVZ)
  • Andreas Klisch (Medienwissenschaftler)
  • Frank Rosengart (Chaos Computer Club)
  • Julian Aliabadi (Schüler & Mitarbeiter Medienkompetenzzentrum Düppel)

Mai 21, 2008 at 4:53 pm 2 Kommentare

Bericht über den Workshop von Frank Rosengart (Workshop 2)

War der Workshop von Frank Rosengart weniger ein Workshop als mehr eine Frage-Antwort-Runde, so wurden die Erwartungen dennoch erfüllt. Alle Teilnehmer konnten den interessanten Arbeiten des Chaos Computer Clubs lauschen und sich eines Lernzuwachses im Bereich um soziale Netzwerke u. ä. erfreuen.

Einige Sicherheitslücken und Datenschutzprobleme bei StudiVZ und Co. wurden vorgestellt und diskutiert, wobei man zu einheitlichen Ergebnissen gekommen ist. Ebenfalls wurden verschiedene Methoden angesprochen, die für mehr Sicherheit im Internet sorgen sollen, so zum Beispiel „Wegwerf-E-Mailadressen“.

Außerdem wurden verschiedene Tricks und Dienste , wie „Tor“ und „JAP“, angesprochen, welche helfen sollen, die eigene Identität im Internet zu wahren, auf welche Zustimmung, Nachfragen und Kritik folgten.

Verschiedene Pläne der Regierung, welche zum Teil auch in Konflikt mit Datenschützern stehen, wie „Vorratsdatenspeicherung“ oder eine Altersprüfung bei Anmeldungen für bestimmte Dienste, trafen generell auf Kritik, da auch die Teilnehmer des Workshops eine gewisse Gefahr der Sicherheit persönlicher Daten in solchen Plänen sehen.

Alle Teilnehmer waren mit Herrn Rosengart sehr zufrieden, der durch seinen Vortrag und konstruktive Kritik zum Nachdenken veranlasst hat.

Weitere Ergebnisse des Workshops sind:

  • Soziale Netzwerke nicht sicher
  • Daten sind im Netz gespeichert
  • Hörertalk-Sendung auf Fritz (Mittwoch 22 Uhr)
  • Benutzer geben all ihre Daten freiwillig preis
  • Persönlichkeitsrechte
  • Missbrauch von Daten
  • Trend zur zentralen Datenhaltung
  • Falsche Identitäten nutzen, pseudonyme Nutzung
  • Tor und JAP – Anonymisierungsdienste
  • Vorratsdatenspeicherung
  • abuse@… „110“ bei Verlust von E-Maildaten
  • „Wegwerf-E-Mailadressen“
  • Problem bei Datenschutz von Suchmaschinen
  • Vllt. Baldige Altersprüfung bei Anmeldung bei Diensten
  • Nahezu unmöglich Daten aus dem Internet zu entfernen

Mai 21, 2008 at 4:25 pm Hinterlasse einen Kommentar

Was ist spannend an der Selbstdarstellung im Netz? (Workshop 1)

Herr Neurohr von Schülervz beginnt mit einem kurzen Überblick über das Schülerverzeichnis und seine Entwicklung (zu Beginn von SchülerVZ vor ca. einem Jahr 500.000 Mitglieder jetzt 3.5 Mio. Vorbild StudiVZ).

Das zentrale Thema der Sitzung/Diskussion wird die Frage nach dem Reiz der Selbstdarstellung Jugendlicher im Internet sein.

Nach der Vorstellung beginnt Herr Neurohr mit einer kleinen Vorstellung in dem er die Ursprünge der Selbstdarstellung in der Evolutionspsychologie erklärt und auch parallelen zu Tieren darstellt.

Eine der Verlockungen der Selbstdarstellung im Internet ist die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit auf eine andere Art und Weise zu präsentieren, in dem man anderen Personen vorteilhaft erscheint.Zudem hat man im Internet ein großes Publikum und hat so die Möglichkeit auf ein vielfältigeres Feedback.Ein weiterer Vorteil von solchen Internetverzeichnissen ist die idealisierte Selbstdarstellung durch Verfälschungen von stigmatisierenden Eigenschaften wie dem Alter.Die Diskussion beginnt mit dem Vergleich zwischen Schülervz und anderen Communities.Ein wichtiges Thema bei der Diskussion ist der Punkt der Privatsphäre, der dort angemeldeten Schüler.Das SchülerVZ erntet vor allem aufgrund der diversen Möglichkeiten zum Schutz privater Informationen, wie zum Beispiel das Verstecken des eigenen Nachnamens, Geburtsdatums oder dem Sperren der Seite für nicht befreundete User.

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Mai 21, 2008 at 4:13 pm Hinterlasse einen Kommentar

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